Parasitenfrei auf natürlichem Weg – Die beste Wurmkur für Hunde und Katzen

Claudia-Patricia Stepczynski
Natürliche Wurmkur für Hunde und Katzen – sanfte Entwurmung mit Kräutern, Moor, Probiotika und pflanzlichen Wirkstoffen zur Unterstützung der Darmgesundheit

Würmer können ziemlich unangenehm sein -  nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Hunde und Katzen. Viele Tierbesitzer wollen längst nicht mehr auf Chemie setzen und suchen nach natürlichen und schonenden Wegen, ihre liebsten Vierbeiner von lästigen Würmern und Parasiten zu befreien. Doch ist dies überhaupt möglich? Lass uns gemeinsam in die Thematik der natürlichen Wurmkur für deinen Hund oder Katze eintauchen. Alles Wichtige dazu findest du hier bei uns.

 

Welche Würmer bei Haustieren?

Hunde und Katzen können sich auf verschiedenste Weise mit Würmern infizieren. Es kann über Kot, Beutetiere oder sogar indirekt über unsere Schuhsohlen übertragen werden. Selbst wenn du eine Wohnungskatze hast, bist du nicht automatisch sicher, denn Wurmeier sind extrem widerstandsfähig und haften an Erde, Spielzeugen oder deiner Kleidung. Besonders Welpen können sich schon vor der Geburt oder über die Muttermilch anstecken. 


Folgende Würmer können dein Haustier befallen:

  • Spulwürmer
    Diese Wurmart ist der Klassiker, vor allem bei Welpen. Sie nisten sich im Darm ein und können Verdauungsprobleme, Nährstoffmangel und einen typisch aufgeblähten „Wurmbauch“ bei deinem liebsten Vierbeiner verursachen.
  • Hakenwürmer
    Die kleinen Blutsauger leben im Darm und können nicht nur über den Mund, sondern auch durch die Haut in den Körper gelangen. Ein starker Befall kann deinen Vierbeiner ganz schön schwächen.
  • Lungenwürmer
    Sie kommen über Schnecken, Mäuse oder Vögel ins Tier und landen in der Lunge. Husten, Atemnot oder sogar ernsthafte Lungenerkrankungen sind möglich.
  • Blasenwürmer
    Diese sind ziemlich selten, aber möglich: Sie besiedelen die Harnblase und können Beschwerden machen, die an eine Blasenentzündung erinnern.
  • Bandwürmer
    Werden oft über Flöhe oder Beutetiere wie Mäuse übertragen. Einige Arten können richtig lang werden – und sind nicht nur für Tiere, sondern auch für uns Menschen unangenehm.
  • Peitschenwürmer
    Diese Parasiten sehen ihrem Namen entsprechend aus und haben ein langes, dünnes Vorderteil. Sie heften sich an die Darmwand, saugen Blut und ihre Eier überleben monatelang draußen in der Natur.
  • Herzwürmer
    Lange vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, inzwischen aber auch bei uns ein Thema, dank neuer Mückenarten. Die Würmer wandern über die Blutbahn ins Herz und können dort schwere Schäden anrichten, wenn sie unentdeckt bleiben.


Hat dein Haustier Würmer?

Symptome von Wurmbefall bei Hunden und Katzen

Leider ist Wurmbefall nicht immer mit bloßem Auge erkennbar. Hat dein liebster Vierbeiner folgende Anzeichen, dann hat er wahrscheinlich einen Wurmbefall:

  • Juckreiz am After
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Aufgeblähter Bauch („Wurmbauch“)
  • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
  • Stumpfes Fell
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Sichtbare Würmer im Kot oder Erbrochenem
  • Allgemeine Mangelerscheinungen


Du solltest wissen, dass es manchmal zu einem symptomfreien Wurmbefall kommen kann. In diesem Fall ist eine regelmäßige Kotkontrolle empfehlenswert, besonders wenn dein Haustier Freigänger ist oder viel Kontakt zu anderen Tieren hat.


Warum du dein Haustier regelmäßig entwurmen solltest

Leider ist eine Wurmkur nicht etwas, das dein Haustier dauerhaft schützt. Die Regelmäßigkeit von Wurmkuren ist entscheidend, um den Lebenszyklus der Würmer zu unterbrechen. Zum Beispiel kann nur eine monatliche Entwurmung deinen Hund wirksam vor dem gefährlichen Lungenwurm schützen. Unbehandelt kann diese Infektion lebensbedrohlich werden. Damit du dich und deinen Hund oder deine Katze vor lästigen und potenziell gefährlichen Würmern schützen kannst, solltest du (gerade bei jungen Tieren oder hohem Risiko) einen monatlichen Rhythmus wählen.


Natürliche Mittel gegen Würmer bei Haustieren

 

Moor

Moor ist ein echtes Naturwunder für Tiere. Es beruhigt den Darm, bindet Giftstoffe und hilft dem Körper ganz sanft beim Entgiften. Die enthaltenen Huminsäuren unterstützen die Darmflora, stärken das Immunsystem und bringen den ganzen Organismus wieder ins Gleichgewicht. Viele Tierbesitzer berichten auch von schönerem Fell und mehr Lebensfreude.

Salbei

Salbei hilft dabei, das bakterielle Gleichgewicht im Darm wieder ins Gleichgewicht zu bringen und gibt deinen Abwehrkräften einen kleinen Schubs. Beheshti-Rouy, M. et al. (2015) bestätigen mit ihrer Arbeit die antimikrobielle Wirkung. In ihrer Studie reduzierte eine Salbei-Mundspülung wirksam die Bakterienanzahl von Streptococcus mutans im Zahnbelag.

Thymian

Thymian ist ein richtiges Multitalent, wenn es um Würmer in Haustieren geht. Er wirkt gegen unerwünschte Bakterien und Parasiten, unterstützt die Verdauung, löst Schleim und macht den Darm zu einem Ort, an dem sich Parasiten einfach nicht wohlfühlen. Thymian kann getrocknet ins Futter gemischt werden. Ein kleiner Hund kann etwa 1/4 Teelöffel bekommen, während größere Hunde bis zu einem Teelöffel erhalten können. In der Studie von Sienkiewicz, M. (2011) zeigte Thymianöl eine sehr starke antibakterielle Wirkung, sogar gegen antibiotikaresistente Keime.

Walnussschalen-Extrakt


Walnussschalen enthalten natürliche Gerbstoffe, die im Darm ein ungünstiges Klima für Parasiten schaffen. Gleichzeitig stärken sie die Schleimhäute deines Haustieres – also genau dort, wo es bei einem Befall oft zu Reizungen kommt. Zum Beispiel enthalten schwarze Walnüsse natürlich wirksame antibakterielle Stoffe, die vor allem gegen Staphylokokken helfen können, das zeigt die Arbeit von Ho, K.-V. et al. (2018).

Wermut-Extrakt


Er hilft dabei, den Darm “weniger gemütlich“ für ungebetene Gäste wie Würmer zu machen und kann ihre Vermehrung bremsen. Yıldız et al. (2011) untersuchten, ob Wermut (Artemisia absinthium) gegen den Spulwurm Toxocara cati bei natürlich infizierten Katzen wirkt. Bei beiden getesteten Dosierungen nahm die Anzahl der Wurmeier im Kot deutlich ab – der Wermut zeigte also eine antiparasitäre Wirkung im Tier (in vivo). Die Blutwerte der Katzen blieben im Normalbereich. Es gab keinen Hinweis auf Toxizität.

Zimt-Extrakt


Schmeckt nicht nur gut, es ist auch wirkungsvoll: Zimt regt die Verdauung an, unterstützt die natürliche Ausscheidung und hilft mit seinen ätherischen Ölen dabei, Würmer fernzuhalten. Zimt enthält vielversprechende Wirkstoffe gegen Darmparasiten, besonders Cinnamaldehyd. Im Labor wirken sie stark wurmhemmend (Williams, A. R. et al. 2015).

Ingwer

Ingwer stärkt das Immunsystem und fördert die Verdauung, was die Widerstandskraft gegen Würmer erhöht. Dass Ingwer bestimmte Darmbakterien gezielt beeinflussen und leicht gegen Verdauungsprobleme helfen kann, bestätigen auch Crichton, M. et al. (2023).

Kürbiskerne

Besonders wirksam bei Bandwürmern. Es enthält Cucurbitacin, welches antiparasitär wirkt. In der Arbeit von Ježek, J. et al. (2021) zeigte Kürbiskernkuchen antiparasitäre Eigenschaften.

Kokosöl

Laurinsäure kann dein Haustier vor Darmparasiten schützen. Hilft bei der Ausscheidung von Parasiten. Kokosöl-Extrakte zeigten in einer Tierstudie deutliche antiparasitäre Effekte gegen Cryptosporidium und das, ohne Nebenwirkungen (Heba M. El Naggar et al. 2023).

L-Glutamin

Ist wie Balsam für die Darmschleimhaut. Es hilft bei der Regeneration nach Reizungen, unterstützt das Immunsystem und ist gerade bei empfindlichen oder gestressten Tieren ein guter Energiespender (Zuhl, M. et al. 2024).

Bio Akazienfaser 

Liefert lösliche Ballaststoffe, die sanft wirken und die guten Darmbakterien füttern – das ist wichtig für eine stabile Verdauung und weniger Blähungen oder Durchfall. Die Arbeit von Al-Baadani, H. H. et al. (2021) zeigt, dass Akazienfaser besonders bei Tieren nachweislich zu einer gesunden Darmflora, besserer Abwehr und sogar zu einem aktiveren Leberstoffwechsel beiträgt, sogar ganz ohne Nebenwirkungen.

Colostrum 

Auch Erstmilch, ist die erste Milch, die eine Mutter direkt nach der Geburt bildet. Es enthält natürliche Abwehrstoffe (Immunglobuline), die nicht nur Welpen beim Aufbau ihres Immunsystems helfen, sondern auch älteren oder geschwächten Tieren mehr Widerstandskraft verleihen. Das unterstreicht auch die Studie von Miranda, C. et al. (2023). 

Hericium erinaceus (Igelstachelbart)

Hericium ist ein Vitalpilz, der besonders die Nerven und den Magen-Darm-Trakt unterstützt (Cornford, N. & Charnley, M. 2024). Viele Tierbesitzer berichten auch, dass ihre Tiere nach der Gabe ausgeglichener wirken.

Lactobacillus acidophilus, Enterococcus faecium und Bacillus subtilis

Das sind nützliche probiotische Bakterien, die helfen, die Darmflora wieder aufzubauen, unerwünschte Keime zu verdrängen und die Nährstoffaufnahme zu verbessern. Bei Hunden und Katzen trägt Bacillus subtilis dazu bei, die Darmbarriere zu stärken, das Immunsystem zu regulieren und Entzündungen im Darm zu reduzieren. Besonders hilfreich ist er für Tiere mit Verdauungsproblemen, chronischen Entzündungen oder einem geschwächten Darm-Immunsystem (Rhayat et al. 2019), (Zha et al. 2024). In einer Studie mit gesunden Hunden zeigte sich, dass Lactobacillus acidophilus den Magen-Darm-Trakt gut übersteht und sich vorübergehend im Darm ansiedelt. Während der Gabe nahmen die „guten“ Lactobazillen zu, während unerwünschte Clostridien zurückgingen. Gleichzeitig verbesserten sich Blutwerte und Immunmarker (Baillon, M.-L. et al. 2004). Eine andere interessante Arbeit zeigt: Enterococcus faecium erhöht die Antikörperbildung im Darm und Blut und fördert die Entwicklung reifer Immunzellen. So hilft er, die Abwehrkräfte von innen heraus zu stärken – besonders bei Welpen und jungen Hunden (Benyacoub, J. et al. (2003).

Nukleotide

Nukleotide stecken in jeder Zelle und speichern unsere Erbinformation. Außerdem helfen sie bei wichtigen Prozessen wie Energiegewinnung, Zellaufbau und Immunabwehr. Studien zeigen, dass extern zugeführte Nukleotide das Immunsystem stärken, die Darmflora positiv beeinflussen und die Regeneration unterstützen können – bei Menschen ebenso wie bei Tieren (Ding, T. et al. 2021). Bei Rutherfurd-Markwick, K. J. et al. (2013) verbesserten unter anderem Hefe-Nukleotide schon nach zwei Wochen die Aktivität von Immunzellen. Nach fünf Wochen zeigten die Katzen deutlich stärkere Immunreaktionen – ein Hinweis darauf, dass gezielte Nährstoffe helfen können, Infektionen besser abzuwehren.

Effektive Mikroorganismen

Dieser Begriff beschreibt eine konzentrierte Mischung aus positiven Mikroben, Bakterien und Pilzen, die zusammen eine probiotische Gemeinschaft bilden. Sie haben zahlreiche, positive Effekte auf die Gesundheit, die auch Studien bestätigen. Vor allem wegen ihrer antiparasitären Wirkung solltest du sie für deinen liebsten Vierbeiner in Betracht ziehen. In einer Studie verbesserte die Zugabe von 2 % effektiven Mikroorganismen zum Futter das Wachstum von Parasiten, die Darmgesundheit und das Immunsystem. Gleichzeitig zeigte sich auch eine deutliche antiparasitäre Wirkung (Abdel-Aziz et al., 2020). Die Ergebnisse von Jwher et al. (2013) bestätigen auch die positiven Effekte. Die Einnahme von Effektiven Mikroorganismen führte zu einem stärkeren Immunsystem. Außerdem verbesserte sich die Darmstruktur. In der Arbeit von Zhang et al. (2024) trugen sie zu einer gesunden mikrobielle Vielfalt bei Jungtieren bei.


Warum das Haustier auf natürliche Weise entwurmen?

Natürlich könntest du chemische Wurmkuren verwenden, aber die greifen leider nicht nur die Parasiten, sondern oft auch die Darmflora deines Tieres an. Und ein geschwächter Darm ist wiederum anfälliger für neue Infektionen. Die Folge ist ein Teufelskreis. Mit der Kraft der Natur lässt sich dieser Kreislauf durchbrechen. Viele Kräuter, Öle und pflanzliche Wirkstoffe zeigen gute Wirkung gegen Würmer, ohne den Körper deines Haustieres unnötig zu belasten.



Quellen:

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